RADON-UND-GESUNDHEIT.de

EINFACHE MASSNAHMEN gegen RADON

Bei der Sanierung bestehender Gebäude ist ein Abwägen von alternativen Möglichkeiten und deren Durchführbarkeit unumgänglich. Jedes gegen Radon zu schützende Gebäude erfordert eine auf den Einzelfall und die finanziellen Möglichkeiten der Eigentümer bezogene technische Lösung, wie Einbau von Radon-Schutzbarrieren im Neubau
(siehe auch: www.radonschutzfolie.eu) oder Installation von Belüftungsanlagen im Neu- und Bestandsbau, das Schließen bzw. die Abdichtung von Radon-Eintrittspfaden.

Abdichtarbeiten

Werkzeuge zum Abdichten

Quelle: radonfachperson.org und binker.eu sowie fotolia

Fehleinschätzungen zu Radon:
Viele Hauseigentümer denken oft wenn sie von Radon hören: „Bei mir zu Hause gibt es sowieso kein Radon.“ Das kann man leider so nicht sagen, denn Aussagen zur Radonbelastung über jedes einzelne Gebäude lassen sich nur durch Messungen treffen, auch nicht an Hand von Radon-Karten!
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) führt dazu aus: „….Auf die Radonkonzentration in der Bodenluft an einem Standort (zum Beispiel einem Baugrundstück) kann aus der für eine Rasterfläche prognostizierten Radonkonzentration in der Bodenluft nicht geschlossen werden - auch nicht auf die Konzentration in einem einzelnen Haus…..“
(siehe https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/radon/boden/radon-karte.html)

Auch die Vermeidung von offenen Treppenhäusern ist eine erste Hilfe gegen die Ausbreitung von Radon in Gebäuden.

Illustration Radon im Haus

Radon-Messgerät

Radon-Sanierungsmassnahme Kelleraufgang vorher und nachher

Auch bei niedrigem Gebäudewert sollten mit Rücksicht auf die Gesundheit der Nutzer wenigstens kostengünstige Maßnahmen zur Senkung der Radonkonzentration in Erwägung gezogen werden (Abdichtmaßnahmen, Belüftungen etc. siehe auch: www.radonschutz.eu oder www.radonfachperson.org).

ACHTUNG: nach energetischen Sanierungen können die Radonkonzentrationen in Ihrem Gebäude oder Immobilie steigen! Das Haus wird nämlich dichter, …gasdichter! Auch kann Radon jetzt über die Fassadenzwischenräume zwischen Wärmedämmung und Mauerwerk „nach oben steigen“ und kommt dann in höheren Stockwerken „unerwartet“ an.

Wärmedämmung an Fassade

Gebäudeisolierung

Quelle: fotolia

Radonbrunnen: Durch die Installation unserer externer Radonbrunnen (siehe: http://www.radonbrunnen.de) bzw. „Externe Unterbodenabsaugung“ mit geeigneter Entlüftung in der Nähe des Hauses kann die radonhaltige Bodenluft von den erdberührten Wänden und Gründung (Bodenplatte) des Hauses ferngehalten werden.

Rohre einer Radondrainage

Entlüfterrohr Radonbrunnen

Radondrainage

Drainage für Radonbrunnen

Dadurch wird der Eintritt des Radons in das Gebäude oft überwiegend verhindert. Gut gebaute externe Radonbrunnen in geeignetem Untergrund erfassen teilweise einen Umkreis von 20 m und mehr um Gebäude herum. So können ganze Häuserzeilen, Reihenhäuser oder Wohnkomplexe radonreduziert gehalten werden.

Neubau und Baugrundstücke:

Der Radoneintritt in Neubau-Gebäude kann z.B. durch den Einbau von gasdichten Kunststofffolien (Radon-Barrieren), Beschichtungen und Bitumenbahnen im Fundamentbereich verringert werden.

Radonschutzfolie

radondichte Sperrschicht bei Neubau

Quelle: fotolia

Ziel ist eine radondichte Sperrschicht zwischen Untergrund und Gebäude oder zumindest zwischen Keller und Wohnbereich (Doppelbodenabsaugung). Mit der Verlegung einer Radon-Drainage unterhalb des Fundaments kann zudem radonhaltige Bodenluft abgesaugt und der Radoneintritt ins Gebäude oder in den Keller deutlich verhindert, zumindest stark reduziert werden (siehe auch: www.radondrainage.eu).